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Geschichte

Die Geschichte der F.D.P. in Düsseldorf

Burkhard Hirsch

Die Geschichte der F.D.P. in Düsseldorf
Von Dr. Burkhard Hirsch (Bundestagsvizepräsident a.D.)

Es würde mir schwer fallen, die Gefühle zu beschreiben, die uns 1945 beherrschten, wenn wir überhaupt Zeit hatten und die Kraft, uns Gefühle zu erlauben. Es ging nicht nur um das Überleben, die Zertrümmerung unserer Städte und den Sturz der Götzen. Mich verblüffte die unglaubliche Geschwindigkeit, mit der manche Zeitgenossen ihre Gesinnung wechselten, einst bis zur letzten Minute tiefbraune Untertanen, nun plötzlich knallrote oder gutbürgerliche Demokraten, die immer Widerstandskämpfer gewesen waren, heimlich natürlich. Eines Tages las ich Heinrich Heine. In dem Buch Le Grand beschreibt er unnachahmlich, wie er als Junge den Einmarsch Napoleons in Düsseldorf erlebt, wie am Vorabend die Abdankung des Kurfürsten verkündet wird - "Der Herr Kurfürst läßt sich bedanken". Er sieht, wie dem Kriegsinvaliden die Tränen in den Bart rinnen. Er glaubt, die Welt gehe zu Ende und die Sterne müßten herniederfallen. Und am nächsten Tag ziehen die französischen Truppen mit klingendem Spiel ein, die Bürger stehen herausgeputzt am Straßenrand, die Ratsherren sprechen auf einmal französisch - bonjour madame - und das besoffene Original brüllt in der Gosse Ca ira! Es ist das Schönste und Anmutigste, was ich über das Verhältnis von Menschen bei einem Zusammenbruch gelesen habe, zeitlos gültig und daher beruhigend.

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Ein Rückblick

Dr. Horst-Ludwig RiemerFDP Düsseldorf: Ein Rückblick
Von Dr. Horst-Ludwig Riemer (Staatsminister a.D.)

Vor der Kommunalwahl im Herbst 1952 - ich war vor wenigen Tagen in die Partei eingetreten und erhielt gleich den Auftrag, mit dem Lautsprecherwagen durch die Stadt zu fahren und - wie man damals noch sagte - Propaganda zu machen. Ich fragte den damaligen Kreisvorsitzenden Franz Graf, was ich denn über den Lautsprecher mitteilen sollte. Franz Graf sagte knapp: "Sie wissen doch sicher, warum Sie gerade in die Partei eingetreten sind, und das werden Sie den Leuten doch wohl erklären können." So ist es eigentlich über Jahrzehnte bis heute geblieben.

In den Diskussionen, die ich zu bestreiten hatte, oder in den Artikeln, die ich geschrieben habe, aber auch in den Reden - eigentlich sogar unabhängig vom Thema - ging es im Grunde darum, sich immer wieder selbst klar zu werden und anderen zu erklären, warum ich in der F.D.P. bin.

Es gab Zeiten, da fiel es mir leicht, dies mit Begeisterung zu tun. Es gab aber auch Phasen, da erschien es mir unendlich schwer. Der Kreisverband hat in seinen über 50 Jahren viele Höhen und Tiefen durchlebt; wobei das natürlich relativ gesehen werden kann, denn die Höhen der einen waren oft die Tiefen der anderen. Es gab aber auch Hoch-Zeiten mit großer politischer Sensibilität, differenziertem Wahrnehmungsvermögen, Kreativität, Initiativität, Dynamik, Durchsetzungskraft und Ausstrahlung.

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